Montagsmoment | 09.03.26
Liebe CVJM-Community,
schön, dass du diese Nachricht liest. 💛
Im Moment mag ich keine Nachrichten mehr lesen. Meine App dazu setzt schon Staub an. Denn die Bilder von Krieg und Zerstörung sind einfach nicht zu fassen.
Wie kann man dem allen begegnen, ohne abzustumpfen?
Ich weiß nicht, ob du die Monatssprüche kennst. Neben der Jahreslosung, die ja gelost wird, gibt es auch für jeden Monat einen Bibelvers. Der wird allerdings nicht gelost.
„Da weinte Jesus“ (Johannes 11, 35). Dies ist der Monatsspruch für den März. Ein nicht gerade erbauendes Wort – zumindest auf den ersten Blick.
Dennoch möchte dieses Wort uns daran erinnern, an welchen Gott wir glauben. Gott ist Mensch geworden.
In der Geschichte, in der Jesus weint, ist Jesus vom Tod seines Freundes Lazarus betroffen. Diese Tränen berühren und verbinden. Sie zeigen aber auch die Erschütterung über die Situation. Jesus wusste, dass es Lazarus schlecht geht und kam zu spät.
In diesen Tagen, in denen die Nachrichten aus aller Welt, uns erschüttern, dürfen wir gewiss sein, Gott steht diesem Leid nicht distanziert gegenüber. Jesus nimmt Anteil am Schmerz der Menschen. Seine Tränen sind kein Zeichen der Schwäche, sondern echtes Mitgefühl.
Es ist gerade dran, mit anderen zu trauern.
Tränen sind Zeichen der Verbundenheit und Liebe. Lasst uns gewiss sein, Tränen stehen nicht im Widerspruch zur Hoffnung und Trost. Denn in der Geschichte geschieht ein überwältigendes Wunder. Lazarus wird zum Leben erweckt. Jesus ruft Lazarus: „Komm aus deiner Höhle raus“.
(Vielleicht hast du die Liedzeile aus dem Lied, Ein Gott, der das Meer teilt, schon einmal gehört.)
Diesen hoffnungsvollen Blick wünsche ich mir für die nächsten Tage. Zugleich möchte ich nicht abstumpfen, sondern Menschen, ob fern oder nah mit empathisch, verständnisvoll begegnen.
Gesegneten Wochenstart
Nicole
Challenge: Wenn dir diese Woche scheinbar hoffnungslose Nachrichten begegnen, dann bete gern dafür, dass hier ein Wunder geschieht.

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